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  • 20. August 2008, Neue Zürcher Zeitung

    Mehraufwand am Zürcher Knabenschiessen

    Mehraufwand am Zürcher Knabenschiessen

    Organisatoren wenden dieses Jahr erstmals das Mehrwegsystem an

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    djb. Besucher des Knabenschiessens verhören sich nicht, wenn der Verkäufer am Getränkestand dieses Jahr mehr Geld für das Mineralwasser verlangt. Erstmals werden beim grössten Zürcher Volksfest auf dem Albisgütli Mehrweg- statt Einwegbecher verwendet. Die Organisatoren hoffen, die Abfallmengen so verringern zu können.

    Am letzten Knabenschiessen wurden 30 Tonnen Abfall beseitigt. Doch mit den Müllbergen auf Zürcher Festen ist ab Anfang 2009 Schluss: Die Stadt Zürich fordert von jedem Veranstalter ein Konzept zur Abfallentsorgung, das vor Beginn des Festes vorgelegt werden muss. Die Organisatoren des Knabenschiessens halten sich schon in diesem Jahr an die Vorgaben und stellten ihr Konzept auf einer Informationsveranstaltung am Dienstag vor, zu der auch die Schausteller eingeladen wurden. Demnach müssen die Chilbi-Besucher pro Becher oder PET-Flasche 2 Franken bezahlen, die sie sich entweder an den Ständen oder an drei Depotrücknahmestellen zurückholen können. Für die Abfälle wird es separate Behälter geben, welche die Abfalltrennung sichern sollen.

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    Das Mehrweg- und Abfallkonzept stösst jedoch nicht nur auf Gegenliebe. Die Schausteller befürchten, durch die Depotrücknahme könne es angesichts der zu erwartenden Besucherzahl von rund 300 000 zu einem Chaos hinter den Bedienungstheken kommen. Und auch die Grösse der Becher sorgte für hitzige Diskussionen. Die Betreiber der Getränkestände können nur zwischen Bechern mit 2 oder 4 Dezilitern wählen, für eine Stange benötige man jedoch 3 Deziliter. Der Gesamtverantwortliche Claudio Gick hält fest: «Wir wissen, dass damit jeder einen Mehraufwand zu leisten hat.» Die Organisatoren seien aktiv gewesen und hätten nach Lösungen gesucht. Eine endgültige Bilanz könne jedoch erst nach dem Fest gezogen werden.

    Auch der Alkoholkonsum von Jugendlichen wurde thematisiert. Um Missbrauch vorzubeugen, werden Jugendliche Testkäufe durchführen. Durch die Kontrolle soll sichergestellt werden, dass kein Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren ausgeschenkt wird. In diesem Punkt sind sich allerdings Organisatoren und Schausteller einig.

     


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