Donnerstag, 20. November 2008, 14:13:28 Uhr, NZZ Online
Spe. Das im Juli angekündigte Gespräch zwischen Bundespräsident Pascal Couchepin und dem deutschen Chaosforscher und Cern-Kritiker Otto Rössler findet nicht statt. Wie der Kommunikationschef des Eidgenössischen Departements des Innern, Jean-Marc Crevoisier, auf Nachfrage mitteilte, sei das Treffen abgesagt worden, weil man sich daran gestört habe, dass Rössler und seine Mitstreiter die Einladung Couchepins missbraucht hätten, um Publicity in eigener Sache zu machen. Bei dem Gespräch sollte es um die vermeintlichen Gefahren gehen, die vom Europäischen Laboratorium für Teilchenphysik (Cern) in Genf ausgehen, wenn dort im September der Large Hadron Collider in Betrieb genommen wird. Rössler glaubt, dass die winzigen Schwarzen Löcher, die dieser Beschleuniger unter gewissen Umständen erzeugen könnte, die Erde verschlingen könnten. Rösslers Katastrophenszenario stösst in der Öffentlichkeit auf grosse Resonanz. In der Fachwelt gelten seine Thesen jedoch als widerlegt.
Schwarze Löcher am Cern:
Publicity für eine fragwürdige Hypothese
Cern:
Der Wirbel um die Schwarzen Löcher
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