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  • Agenturmeldung

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    Markt und Börse: 20. November 2008, 08:43,  AWP

    AKTIEN SCHWEIZ/Vorbörse: Talfahrt geht weiter - schwache Vorgaben

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    Bern (AWP) - Die Talfahrt an der Schweizer Börse dürfte am Donnerstag eine Fortsetzung finden. Die Vorgaben aus den USA und Asien sind äusserst schwach, nachdem erneut Rezessionsängste stark auf die Kurse gedrückt hatten. Wie schon so oft in den vergangenen Tagen habe sich der Druck an Wall Street am Ende des Handels verstärkt, hiess es. Nach Handelsschluss in Europa hatte an Wall Street der Dow-Jones-Index um 3,1% nachgegeben und mit 7'997 Punkten erstmals seit März 2003 unter der Marke von 8'000 Zählern geschlossen.

    Die US-Börse belastet hatten insbesondere die düsteren Aussichten der Notenbank. Im Protokoll der Sitzung von Ende Oktober zur geldpolitischen Entscheidung haben die Währungshüter eine deutliche Abschwächung der Wirtschaftsaktivität prognostiziert. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) gingen davon aus, dass die Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2008 und im ersten Halbjahr 2009 schrumpfen wird. Vor der Publikation des Fed-Protokolls ging die Belastung vom Überlebenskampf der US-Automobilindustrie aus.

    Neue Impulse an der Börse wird von Konjunkturdaten erwartet. Aus Europa stehen die britischen Einzelhandelsumsätze für Oktober auf der Agenda, aus den USA werden die wöchentlichen Erstanträge auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung, der Philly-Fed-Index für November sowie der Index der Frühindikatoren für Oktober erwartet.

    Bis um 08.20 Uhr sinkt der von Clariden Leu vorbörslich berechnete SMI um 171,40 Punkte oder 3,10% auf 5'351,94 Punkte.

    Im vorbörslichen Handel verlieren erneut die Banken deutlich an Wert. So sinken Julius Bär um 3,3%, UBS um 6,0% und CS um 4,9%.

    Grosse Abgaben gehen auch auf das Konto von konjunktursensitiven Aktien. So geben ABB um 4,3% oder Syngenta, Holcim, Richemont, Swatch und Adecco um je 3,3% nach.

    Bei Richemont und Swatch dürfte die schwache Entwicklung der Schweizer Uhrenexporte im Oktober die Wachstumsprobleme in der Luxusgüterindustrie in Erinnerung gerufen haben. Allerdings hatte Richemont bereits am vergangenen Freitag anlässlich der Halbjahrespublikation darauf hingewiesen, das sich das Wachstum im Oktober stark verlangsamt hat.

    Von der schwachen Börsenstimmung bleiben auch die Pharmaschwergewichte Novartis (-2,5%) und Roche (-2,9%) nicht verschont. Nestlé geben um 2,8% nach.

    Wichtige Nachrichten gab es lediglich zu Unternehmen aus der zweiten Reihe. So haben Züblin (H1) und Dufry (9 Monate) Zahlen zum Geschäftsverlauf veröffentlicht. Conzzeta hat im Schaumstoffbereich eine kleinere Akquisition getätigt, Valiant die Fusion mit der Obersimmentalischer Volksbank angekündigt und Day die Fokussierung auf das Kerngeschäft bekannt gegeben.

    Von grösserer Tragweite dürfte die 7,4%-Beteiligung der deutschen VHV Gruppe an Nationale Suisse sein. Die beiden Versicherungsgesellschaften wollen vor allem im Nischengeschäft zusammenarbeiten.

    mk/ps