Mittwoch, 07. Januar 2009, 08:51:21 Uhr, NZZ Online
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(Agenturmeldung)
FRANKFURT (AWP International) ------------------------------------------------------------------------------- AKTIEN ------------------------------------------------------------------------------- DEUTSCHLAND: - DEUTLICH SCHWÄCHER - Nach Verlusten an den Börsen in Übersee wird der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag deutlich schwächer erwartet. Finspreads taxierte den DAX am Morgen 2,14 Prozent tiefer bei 4.261 Punkten. An der Wall Street brach der Dow-Jones-Index am...
FRANKFURT (AWP International)
------------------------------------------------------------------------------- AKTIEN ------------------------------------------------------------------------------- DEUTSCHLAND: - DEUTLICH SCHWÄCHER - Nach Verlusten an den Börsen in Übersee wird der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag deutlich schwächer erwartet. Finspreads taxierte den DAX am Morgen 2,14 Prozent tiefer bei 4.261 Punkten. An der Wall Street brach der Dow-Jones-Index am Mittwoch um 5,07 Prozent auf 7.997,28 Punkte ein und schloss damit erstmals seit fünfeinhalb Jahren unter der Marke von 8.000 Zählern. Neben der anhaltenden Nervosität über das Schicksal der grossen Automobilkonzerne hätten auch aktuelle Konjunkturdaten die Stimmung belastet, sagten Marktteilnehmer. Der Nikkei-225-Index schloss mit einem Minus von 6,89 Prozent ebenfalls sehr schwach. Der Future auf den US-Leitindex stand am Morgen 291 Punkte unter seinem Niveau zum Xetra-Schluss von Mittwoch. Für Bewegung dürften Konjunkturdaten wie die deutschen Erzeugerpreise sowie der Philadelphia Fed Index und die Frühindikatoren aus den USA sorgen. USA: - SEHR SCHWACH - Nach der Erholungspause vom Vortag sind die US-Börsen am Mittwoch wieder auf Talfahrt gegangen. Neben der anhaltenden Nervosität über das Schicksal der grossen Automobilkonzerne hätten auch aktuelle Konjunkturdaten die Stimmung belastet, sagten Marktteilnehmer. Der starke Rückgang der Verbraucherpreise sei nicht nur eine Gefahr für die Unternehmensgewinne, sondern lasse in Verbindung mit den am Vortag ebenfalls deutlich gesunkenen Erzeugerpreisen Angst vor einer Deflation aufkeimen. Auch das Protokoll der Oktobersitzung der US-Notenbank (Fed-Minutes) verhiess nichts Gutes, sehen die Experten doch trotz der jüngsten Zinssenkung weitere Abwärtsrisiken für die Konjunktur und schliessen erneute Leitzinssenkungen nicht aus. JAPAN: - HOHE VERLUSTE - Der Nikkei-225-Index schloss am Morgen mit einem deutlichen Minus von 6,89 Prozent. Händlern zufolge litten vor allem exportorientierte Werte unter dem starken Yen und Befürchtungen, wonach die sich abschwächende Wirtschaft auf die Gewinne drücken könnte. DAX 4.354,09 -4,92% XDAX 4.280,72 -6,86% EuroSTOXX 50 2.295,36 -3,96% Stoxx50 2.032,29 -4,49% DJIA 7.997,28 -5,07% S&P 500 806,58 -6,12% NASDAQ 100 1.087,60 -5,90% Nikkei 225 7.703,04 -6,89% ------------------------------------------------------------------------------- ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL ------------------------------------------------------------------------------- RENTEN: - ERNEUT GEWINNE - Am deutschen Rentenmarkt rechnen Experten am Donnerstag erneut mit Kursgewinnen bei den Festverzinslichen. Die Aussicht auf weitere starke Kursverluste an den Aktienmärkten dürfte den Kursen neuen Auftrieb verleihen, hiess es. Ausserdem gebe es eine gute Vorgabe vom US-amerikanischen Rentenmarkt. Im Vormittagshandel stehen dagegen keine marktbewegenden Konjunkturdaten aus der Eurozone zur Veröffentlichung an. Erst am Nachmittag dürfte die Veröffentlichung von wichtigen US-Konjunkturdaten wieder für neue Impulse am Rentenmarkt sorgen. Bund-Future 119,95 +0,70% T-Note-Future 116,81 -2,61% T-Bond-Future 119,13 -2,99% DEVISEN: - VERLUSTE - Der Euro hat am Donnerstagmorgen weiter nachgegeben. Zuletzt kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,2492 Dollar. Nach einem kräftigen Kursrutsch seit dem Nachmittag hatte sich der Euro am Mittwochabend oberhalb von 1,2550 US-Dollar seitwärts bewegt. Die Gemeinschaftswährung pendelte in einer Spanne zwischen 1,2620 und 1,2547 Dollar, nachdem sie am Nachmittag ihr Tageshoch bei 1,2817 Dollar markiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,2634 (Dienstag: 1,2653) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7915 (0,7903) Euro. (Alle Kurse 7:15 Uhr) Euro/USD 1,2492 -0,03% USD/Yen 95,25 -0,58% Euro/Yen 118,97 -0,59% ROHÖL - VERLUSTE - Die Ölpreise haben am Donnerstag nach überraschend schlechten Konjunkturdaten aus den USA und mit der Sorge über das Schicksal der grossen Automobilkonzerne weiter nachgegeben. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) 52,85 Dollar und damit 77 Cent weniger als am Vortag. Rohöl der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 87 Cent auf 50,85 Dollar. WTI (NYMEX) 52,85 -0,77 USD (7:15 Uhr) ------------------------------------------------------------------------------- TOP-UMSTUFUNGEN / AKTIEN ------------------------------------------------------------------------------- *HÄNDLER: UBS SENKT HAMBURGER HAFEN AUF SELL (BUY) *HÄNDLER: CITIGROUP SENKT BASF AUF SELL (HOLD) *HÄNDLER: GOLDMAN SACHS SENKT SOLAR-FABRIK AUF SELL (NEUTRAL) *HÄNDLER: GOLDMAN SACHS SENKT SUNWAYS AUF SELL (NEUTRAL) *HÄNDLER: GOLDMAN SACHS SENKT ZIEL FÜR SAP AUF 29,00 (31,00) EUR *HÄNDLER: GOLDMAN SACHS SENKT STRATEC BIOMEDICAL AUF NEUTRAL (BUY) ------------------------------------------------------------------------------- PRESSESCHAU ------------------------------------------------------------------------------- - Chefregulierer Kurth übt massive Kritik an Pipeline-Betreiber Wintershall, HB, S. 19 - Opel-Chef: Staatsbürgschaft nur für deutsche Werke, HB, S. 16 - Arcandor-Tochter HSE 24 will Expansionskurs fortsetzen - Interview, HB, S. 22 - General Electric umwirbt Staatsfonds aus Singapur und China - Interview, FTD, S. 3 - Suzlon bricht Überfall auf Repower ab - Verzicht auf Beherrschungsvertrag - Interview, FTD, S. 9 - Kreditversicherer Atradius will wegen zunehmendem Anstieg von Insolvenzen seine Preise anheben - Interview, FTD, S. 23 - CB Richard Ellis erwartet wegen Kreditklemme zahlreiche Notverkäufe von Immobilien, FTD, s. 27 - Chrysler will Fusionsgespräche mit General Motors (GM) wiederbeleben, FT, S.16 - Chrysler hat Notfallplan für eventuellen Antrag für Gläubigerschutz - General Motors und Ford nicht, WSJE, S. 1 - Siemens-Chef für rasche Regulierung der Finanzmärkte - Interview, SZ, S. 17 - Deutsche-Bank-Investmentchef warnt vor Aktienkäufen - Turbulenzen gehen weiter - Interview, SZ, S. 24 - IWF-Chefökonom Blanchard: Wir befinden uns erst am Anfang der Wirtschaftskrise, SZ, S. 26 - Unity Media gräbt bei DSL-Firmen - Zweistelliges Wachstum 2009, BöZ, S. 12 - METRO-Chef erwartet normales Weihnachtsgeschäft - 2009 unklar -Interview, Bild, S. 2 - Weltbank-Chef will Finanzmarktreform mit dem Skalpell, nicht mit der Axt - Interview, FAZ, S. 12 - SAP-Chef hofft, ohne Stellenabbau hinzukommen - Interview, FAZ, S. 14 - Geschäft von Demag Cranes läuft noch erstaunlich gut, FAZ, S. 17 - Baden-Württemberg will Bundesbeteiligung an LBBW verhindern, FAZ, S. 18 - Wirtschaftsweiser Bert Rürup wechselt als Berater zu AWD, SZ, S. 17 - Glos für Atomstrom-Billigtarif - Gespräch über Energiefonds, Rheinischer Merkur - Merckle wollte Bürgschaft in Höhe von 150 Millionen Euro, Stuttgarter Zeitung - EU plant 130-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket, Spiegel - China will Autobauern Angebot von Leasing-Service erlauben, Caijing Magazine -------------------------------------------------------------------------------/la