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  • Agenturmeldung

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    Markt und Börse: 19. November 2008, 15:04,  AWP

    AKTIEN NEW YORK/Ausblick: Verluste - Autobauer und Konjunktur bleiben im Fokus

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    NEW YORK (AWP International) - Wegen Sorgen über die kriselnde US-Autoindustrie und die Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft dürfte die Wall Street am Mittwoch ihren am Vortag unterbrochenen Abwärtstrend wieder aufnehmen. Seit Monatsbeginn haben die US-Börsen lediglich an vier Handelstagen einheitlich mit Gewinnen geschlossen. US-Daten hatten vorbörslich keinen erkennbaren Einfluss auf die Kurse. Die Zahl der Baugenehmigungen ist im Oktober überraschend deutlich eingebrochen und auch die Zahl der Baubeginne ging weiter zurück. Die Verbraucherpreise sanken mit Rekordgeschwindigkeit und damit stärker als prognostiziert.

    Der Future auf den Dow Jones Industrial lag gegen 14.50 Uhr um 2,30 Prozent niedriger, nachdem der US-Leitindex am Dienstag nach einer sehr volatilen Sitzung 1,83 Prozent auf 8.424,75 Punkte gewonnen hatte. Der Future auf den NASDAQ-100-Index notierte 2,53 Prozent schwächer. Vortags hatte der technologielastige Index mit einem Plus von 0,33 Prozent bei 1.155,75 Zählern geschlossen.

    Die Chefs der drei grossen US-Autobauer haben mit Warnungen vor einem Kollaps der Autoindustrie ihrer Bitte um einen neuen Milliarden-Staatskredit Nachdruck verliehen. Ein neuer Kredit in Höhe von 25 Milliarden Dollar sei nötig, "um die Liquiditätskrise zu überleben", sagte Chrysler-Vorstandschef Robert Nardelli am Dienstag vor einem US-Senatsausschuss. Die US-Demokraten um den künftigen Präsidenten Barack Obama wollen die 700 Milliarden Dollar aus dem Banken-Rettungspaket der Regierung anzapfen, um den Autobauern zu helfen. Präsident George W. Bush und die meisten Republikaner lehnen das ab. Sie wollen, dass die Autokonzerne frei über ein bereits bewilligtes Kreditpaket von ebenfalls 25 Milliarden Dollar verfügen können, das eigentlich für die Entwicklung sparsamerer Autos gedacht ist.

    Für General Motors (GM) ging es vorbörslich deutlich nach unten. Der Opel-Mutterkonzern erwägt wegen des schwachen Kfz-Absatzes in Nordamerika weitere Produktionskürzungen und Personalmassnahmen. Ein geplantes Angebot des deutschen Solarkonzerns SolarWorld für die vier deutschen Opel-Werke und das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim, wurde von Experten als unrealistisch und "guter PR-Gag" bezeichnet. GM Europe teilte zuletzt mit, Opel stehe nicht zum Verkauf.

    Teva Pharmaceuticals und der vor der Übernahme durch Teva stehende Konkurrent Barr Pharmaceuticals teilten mit, sie hätten einen Patentstreit mit Sanofi-Aventis über die Allergiemedikamente Allegra und Nasacort beigelegt. Teva legten gegen den negativ erwarteten Markttrend vorbörslich zu.

    Die staatliche türkische Ölgesellschaft TPAO will nach eigenen Angaben zusammen mit dem US-Ölkonzern Exxon Mobil 400 bis 450 Milionen US-Dollar in erste Explorationsbohrungen im Schwarzen Meer stecken.

    Cisco Systems verzeichneten vor Handelsbeginn in etwa marktkonforme Verluste. Laut Händlern soll Goldman Sachs die Titel des Netzwerkausrüsters von ihrer "Conviction Buy List" genommen haben./FX/RX/gl/ag