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  • 19. August 2008, 10:59, NZZ Online

    Gewerkschaftsbund unterstreicht Lohnforderungen

    Gewerkschaftsbund unterstreicht Lohnforderungen

    Vollen Teuerungsausgleich und Reallohnerhöhungen verlangt

    SGB-Präsident Paul Rechsteiner fordert den vollen Teuerungsausgleich plus eine Reallohnerhöhung SGB-Präsident Paul Rechsteiner fordert den vollen Teuerungsausgleich plus eine Reallohnerhöhung. (Bild: Reuters)
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    Nach dem Dachverband der Gewerkschaften Travail.Suisse hat auch der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) seine Forderungen für die bevorstehende Lohnrunde präsentiert. Er verlangt den vollen Teuerungsausgleich sowie reale Lohnerhöhungen von 1,5 bis 2,5 Prozent.

    chs./(sda) Die Lohnforderungen des SGB entsprechen den Vorgaben, die Travail.Suisse Anfang August gemacht hat. Die Arbeitgeber wiesen sie damals als überrissen zurück. Der Schweizerische Gewerbeverband SGV und der Arbeitgeberverband wandten sich am Dienstag auch prompt gegen die Forderung des SGB nach einer generellen Lohnerhöhung in allen Branchen. Sie fordern stattdessen «differenzierte Lohnanpassungen».

    Die jüngste Lohnrunde unterscheide sich von jenen anderer Jahre durch den Anstieg der Teuerung, erklärte SGB-Präsident Paul Rechsteiner vor den Medien. Wer das Recht auf den vollen Teuerungsausgleich in Frage stelle, vertrete im Grunde nichts anderes als eine Politik der Lohnsenkung. Zudem sei ein voller Teuerungsausgleich auch volkswirtschaftlich sinnvoll.

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    Am Produktivitätszuwachs teilhaben

    Die Verbände, die im SGB organisiert sind, verlangen je nach Situation in der Branche und den Unternehmen zusätzlich zum Teuerungsausgleich reale Lohnerhöhungen von 1,5 bis 2,5 Prozent.

    Rechsteiner begründete die Forderung vor allem mit der gesteigerten Produktivität der Unternehmen. Es seien allein die Arbeitnehmer, welche die zusätzlichen wirtschaftlichen Werte schafften. Deshalb hätten sie nun auch Anspruch auf ihren Teil an den Produktivitätsfortschritten.

    Tiefere Löhne mit Nachholbedarf

    Weil der Lohnrückstand gegenüber den Spitzensalären vor allem die tieferen und mittleren Löhne treffe, fordert der SGB zusätzlich zum Ausgleich der Teuerung schwerpunktmässig auch konkrete Frankenbeträge von 100 bis 150 Fr. pro Monat.

     

    . Lesen Sie mehr zum Thema Teuerung: Heisses Eisen in Lohndiskussionen
    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/lohn-preis-spirale_teuerung_lohnverhandlungen_schweiz__1.798521.html

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