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  • 6. August 2008, 10:42, NZZ Online

    1:0 für die ATP-Tour

    1:0 für die ATP-Tour

    Erfolg im Tennis-Prozess gegen Hamburg

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    Nach einer erstinstanzlichen Niederlage am grünen Tisch gibt es im Juli 2009 kein deutsches Tennisturnier der Top-Kategorie mehr. Das German Open am Hamburger Rothenbaum büsst seinen Masters-Series-Status ein, nachdem der Deutsche Tennisbund (DTB) den Prozess gegen die Standesorganisation ATP um die Zukunft des Traditions-Events verloren hat.

    gel. Die Jury am Distriktgericht in Wilmington im US-Staat Delaware wies einstimmig die Klage des DTB zurück, der auch den Termin im Mai vor den French Open abtreten muss. Die Verliererpartei will laut Mitteilung vom Mittwoch das schriftliche Urteil abwarten und dann die Möglichkeit prüfen, Rekurs zu führen.

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    Nach zwölf Prozesstagen entschied die Jury, dass die ATP bei der Restrukturierung ihres Kalenders ab 2009 nicht gegen das US-Kartellrecht verstossen hat. Statt in Hamburg wird nun von 2009 an in Madrid ein Turnier der zweithöchsten Kategorie als Generalprobe vor dem French Open gespielt. Hamburg kann im Juli ein Turnier der Formel 500 der dritthöchsten Kategorie veranstalten. Dort sind die Top-Ten-Spieler indes nicht zur Teilnahme verpflichtet.

    ATP-Patron Etienne de Villiers zeigte sich über das Urteil des wichtigsten Gerichtsprozesses in der Historie des professionellen Herrentennis erfreut. «Sowohl die Geschworenen als auch der Richter anerkannten unser grundsätzliches Recht, Veränderungen am ATP-Kalender vorzunehmen», erklärte de Villiers. Hamburg dagegen hatte sich auf den Standpunkt gestellt, die unter früherer Ordnung erhaltene Sanktion (Turnier-Mantel) kenne keine zeitliche Begrenzung, ein Argument, das die meisten Europäer teilen.

    Die ATP dürfte nun die Agenda 09 in die Tat umsetzen. Diese sieht vor, dass Hamburg in der Woche nach Stuttgart und Bastad (Schweden) ab 20. Juli gleichzeitig mit dem gleichwertigen Event in Indianapolis stattfindet. Nach Hamburg folgt eine Woche mit Los Angeles, Gstaad, Sopot und Umag. Fürs Suisse Open präsentiert sich damit die Konkurrenz existenzbedrohend stark.

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