Mittwoch, 07. Januar 2009, 01:28:38 Uhr, NZZ Online
Rinderdärme aus Uruguay, Argentinien und Paraguay für gut befunden
(ap) Wie die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Liebefeld-Posieux am Dienstag bekannt gab, lieferten die alternativen Wursthäute aus den drei südamerikanischen Ländern sowohl in Bezug auf die Verarbeitungsmerkmale wie auch hinsichtlich der sensorischen Qualität gute Ergebnisse.
Man könne deshalb davon ausgehen, dass auch in Zukunft mindestens 70 Prozent des Bedarfs mit Rinderdärmen aus Uruguay, Argentinien und Paraguay abgedeckt werden könne. Die neuen Cervelat-Hüllen dürften jedoch erst im kommenden Jahr zum Einsatz gelangen. Für die kommenden Monate verfügten die fleischverarbeitenden Betriebe noch über genügend «alte» Därme an Lager, schreibt die Forschungsanstalt mit Verweis auf die Auskünfte der Fleischwirtschaft.
Bereits in früheren Versuchen waren verschiedene Alternativen für die nicht mehr zum Import zugelassenen Zebu-Rinder-Därme aus Brasilien getestet worden. Dabei waren auch Schweinedärme aus China sowie «gekratzte Kollagendärme» - wenn auch mit einer gewissen Einschränkung - für die Cervelat-Produktion empfohlen worden. Eine weitere Möglichkeit wurde zudem auch geprüft, indem man getrennte Herstellungen für Cevelats zum Rohverzehr und zum Grillieren erwog.
Mit der Verwendung von Rinderdärmen aus Uruguay, Argentinien und Paraguay hofft man nun aber eine Lösung gefunden zu haben, die den Cervelats in der Schweiz auch langfristig einen Platz in den Tellern und auf den Grills sichert. Rinderdärme aus Australien, Neuseeland und Panama waren im Verlauf des Testprogramms ebenfalls unter die Lupe genommen worden. Sie dürften zur Herstellung der nationalen Brühwurst nun aber nicht mehr in Frage kommen.
Cervelat:
Es geht um die Wurst
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