[Alt + 1] zur Startseite [Alt + 2] zum Seitenanfang [Alt + 3] zur allgemeinen Navigation [Alt + 4] zur Hauptnavigation [Alt + 5] zum Inhalt [Alt + 6] zu Tipps, Hinweise und Kurzinfos [Alt + 7] zur Suche [Alt + 8] zum Login von MyNZZ [Alt + 9] zur Fusszeile
.
  • 20. August 2008, Neue Zürcher Zeitung

    Schwere französische Verluste in Afghanistan

    Schwere französische Verluste in Afghanistan

    Zehn Fallschirmspringer getötet

    Toolbox
    Druckansicht


    rbp. Paris, 19. August

    Die Region bei Sarubi, 60 Kilometer östlich der afghanischen Hauptstadt Kabul, ist seit längerem Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen der von der Nato unterstützten Regierungsarmee und den Taliban. Am Montagnachmittag geriet eine aus Franzosen und Afghanen bestehende Einheit in einen Hinterhalt. 10 französische Fallschirmspringer der Marineinfanterie wurden dabei getötet und 21 verletzt. Dies bestätigte das Verteidigungsministerium in Paris.

    Entschlossenheit Sarkozys

    Präsident Sarkozy reagierte sofort und erklärte, trotz diesen schweren Verlusten werde er den Kampf gegen den Terrorismus und für die Demokratie und die Freiheit entschlossen fortsetzen. Bei diesem Engagement in Afghanistan stehe die Ehre Frankreichs auf dem Spiel. Auf dem Spiel steht für den Staatschef auch seine Wende im Verhältnis zur Nato. Im Rahmen der Annäherung an die Vereinigten Staaten und als Unterpfand seines Wunschs, Frankreich wieder vollständig in die integrierte militärische Kommandostruktur der Allianz zu führen, hatte er im April eine Verstärkung der französischen Truppen in der Isaf angekündigt. Heute sind rund 3000 französische Militärs in verschiedenen Zonen Afghanistans im Einsatz. Sie beteiligen sich nicht nur an der Versorgung und Ausbildung, sondern auch an Operationen in umkämpften Gebieten. Diese Präsenz wird als solche in Frankreich kaum in Frage gestellt; die «Unterordnung» der französischen Intervention unter den Nato-Oberbefehl und der angebliche Anschluss an die amerikanische Sicherheitsdoktrin im Mittleren Osten wurden dagegen von der Opposition im Frühling heftig kritisiert.

    Anzeige
    .
    .

    Die französische Linke hütete sich aber tunlichst, im Kontext der jüngsten dramatischen Ereignisse sogleich eine neue politische Polemik vom Zaune zu brechen. Auch die Parteichefin der traditionell antiamerikanischen Kommunisten beschränkte sich darauf, in einem Communiqué den Angehörigen der Opfer ihr Beileid auszusprechen. Nur Jean-Marie Le Pen sagte, es sei nicht die Pflicht der französischen Soldaten, sich für Uncle Sam töten zu lassen. Die 10 Militärs seien nicht für Frankreich gefallen, sondern Opfer einer desaströsen Politik der Angleichung an die USA geworden.

    Karzai tritt zur Wiederwahl an

    Kabul, 19. Aug. (ap) Der afghanische Präsident Hamid Karzai will sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen. Karzai sagte am Dienstag in einem Interview, er müsse seine Arbeit vollenden und wolle daher 2009 erneut antreten. Der Präsident hatte bereits in der Vergangenheit Interesse an einer weiteren Amtszeit bekundet, seine Kandidatur aber noch nicht definitiv angekündigt.

    Anzeige
    .
    .


    .
    Leserkommentare ein- und ausblenden Leser-Kommentare: 0 Beiträge
    .
    Um selbst einen Leser-Kommentar abgeben zu können, müssen Sie sich hier anmelden. Bitte beachten Sie die für Leser-Kommentare geltenden Richtlinien und Copyright-Bestimmungen.