Dienstag, 06. Januar 2009, 20:33:37 Uhr, NZZ Online
Frankreichs Präsident an Gedenkfeier für tote Soldaten in Kabul
(ap/sda) Nach dem Tod von zehn französischen Soldaten in Afghanistan hat Frankreichs Präsident Sarkozy den Truppen in Kabul einen Besuch abgestattet. Er warb bei den Soldaten dafür, den Einsatz engagiert fortzusetzen. «Die beste Weise, Euren Kameraden die Treue zu halten, ist es, weiter zu machen, den Kopf zu heben, professionell zu handeln», sagte Sarkozy vor französischen Soldaten der Nato-Schutztruppe Isaf im Stützpunkt Warehouse in einem Vorort von Kabul. Der Einsatz sei «unerlässlich» im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.
Der französische Staatschef hob in seiner Ansprache hervor, die französischen Truppen kämpften nicht gegen die Afghanen, sondern mit ihnen, «um sie nicht der Barbarei zu überlassen». Mit dem Präsidenten waren Verteidigungsminister Morin und Aussenminister Kouchner nach Afghanistan gereist.
Die Politiker besuchten die Kapelle des Stützpunktes, in dem die Särge mit den zehn getöteten Soldaten aufgebahrt waren. Zudem besuchte Sarkozy die 21 Verletzten der Kämpfe. Sarkozy wollte in Kabul mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zusammentreffen. Sarkozy hatte im April entschieden, die Zahl von derzeit rund 3000 französischen Soldaten am Hindukusch zu erhöhen.
Anschlag:
Schwere französische Verluste
Leser-Kommentare: 0 Beiträge