Mittwoch, 07. Januar 2009, 10:45:56 Uhr, NZZ Online
IKRK-Konvoi unterwegs nach Zchinwali
(sda) Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat Zugang zum georgischen Krisengebiet Südossetien erhalten. Ein Konvoi mit sieben Delegierten und zehn lokalen Mitarbeitern sei auf dem Weg nach Zchinwali, sagte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger. Zchinwali ist die Hauptstadt Südossetiens.
Der Konvoi solle am frühen Nachmittag eintreffen, erklärte Kellenberger nach seiner Rückkehr von der dreitägigen Kaukasusreise in Genf. In Zchinwali solle eine erste Bewertung der humanitären Lage gemacht werden.
Am Dienstag hatte Kellenberger den russischen Aussenminister Sergej Lawrow in Moskau getroffen, der ihm versprochen habe, die Einreise nach Südossetien zu garantieren. Diese Einreisebewilligung habe denn auch im Zentrum seiner dreitägigen Reise gestanden, sagte Kellenberger.
Das IKRK habe zahlreiche Hinweise erhalten, dass in Südossetien das Bedürfnis nach Hilfe gross sei - vor allem im Bereich der medizinischen Versorgung. Das IKRK ist die erste Organisation, die sich seit dem Beginn der gewalttätigen Konflikte in Südossetien vor zehn Tagen in die Region begibt.
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